Das Risiko des Freiberuflers

Freiberuflichkeit beinhaltet das Wort “frei” und “Beruf”, also Berufung. Das ist es für die meisten Künstler auch. Freiheit und Berufung zu gleich. Und dennoch ist auch Risiko Teil des Ganzen als Abgrenzung zur abhängigen Beschäftigung der Angestellten. Ich hörte so oft schon, dass ich doch etwas Sicheres bräuchte, um mein Risiko zu verringern in der Selbstständigkeit. Das stimmt schon, aber einer meiner wichtigsten Werte ist immer die Freiheit gewesen. Und sie ist es bis heute. Warum erzähle ich das? Vor über zwei Wochen habe ich mir beim Sport das Schlüsselbein gebrochen. Allgemeine Panik machte sich in meinem Umfeld breit, wussten doch alle, dass ich selbstständig bin und als Künstler in einem Risiko behafteten Metier arbeite. Ausfälle bedeuten kein Geld zu verdienen. Und wenn sich eine Krankheit über längere Zeit hinzieht, ist es schnell eine Existenz bedrohende Situation. Willkommen in der Realität der meisten freien Künstler. Im Gegensatz zu den Angestellten wird mein Honorar nicht einfach weitergezahlt vom Auftraggeber oder anderen Stellen, wenn ich nicht arbeite. Das ist mir von Anfang an bewusst gewesen. Doch dafür meine Freiheit und freie Entscheidung aufgeben? Ich war im letzten halben Jahr an einer Schule als Vertretungslehrer fest angestellt. Ich habe püntklich zwei Wochen vor meinem Unfall meinen Job dort gekündigt. Ich fühlte mich nicht frei im Schuldienst und das System widerstrebte mir, einen Musikunterricht anbieten zu können, wie ich ihn mir vorstelle. Also keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, der nun eingetreten ist. Ich könnte mich nun jeden Tag selbst geißeln und mir mit einer Peitsche auf die gebrochene Schulter schlagen. Aber was würde das bringen? Konjunktiv helfen in der Situation nicht weiter. Ich muss improvisieren. So, wie es ja meine Berufung ist. Und das tue ich. Ruhig bleiben und mich auf die Genesung konzentrieren. Ich habe Glück, dass der Unfall zu einem Zeitpunkt geschah, zu dem ich in den Wochen davor viel gearbeitet hatte und entsprechend entlohnt wurde. Ein kleines Polster, was mich über die nächsten sechs Wochen bringen kann. Wieso nur sechs Wochen? Alle reden von Vorsorge, aber auch das ist Realität im Künstlerberuf: Die Einnahmen reichen oft nur für die Ausgaben. Ich lebe im Moment. Wieder Impro. Ich kann einfach nichts sparen. Ich müsste meine Ausgaben so sehr senken, dass ich in einer kleinen Bruchbude in einem schlimmen Viertel der Hauptstadt wohnen müsste, nur noch beim Discounter kaufen und auch sonst keine Ansprüche mehr haben im Leben. Dann könnte ich etwas sparen für die schweren Zeiten. Was hat das mit Freiheit zu tun? Es hat mit Risiko zu tun, so nicht zu leben. Und das gehe ich bewusst ein und treibt mich nicht in ein Angestelltenverhältnis. Zum Glück habe ich die Unfallversicherung, die ich schon kündigen will, seitdem ich sie habe, um monatliche Kosten zu sparen. Gut, dass ich nach 16 Jahren die Unterlagen fand und auch prompt und ohne Probleme etwas Geld vom Versicherer erhalten habe. Genau dafür hatte ich die Versicherung abgeschlossen. Ich bin auch froh, Mitglied der Künstlersozialkasse zu sein. Ich muss nicht Mitglied einer privaten Krankenversicherung sein und hohe Beiträge zahlen. All das Künstlersein wäre dann noch viel weniger möglich. Die Diskrepanz besteht oft darin, dass man einerseits gut im Geschäft sein muss und das auch nach außen zeigen sollte. Andererseits kämpft doch fast jeder jeden Monat. Man möchte weder Klischees bedienen, noch rumjammern. Denn nur wer sich gut gebucht gibt, wird noch weiter gebucht. Ein Teufelskreis. Kunden gehen eben davon aus, dass sie jemanden gutes einkaufen, wenn er im Grunde keine Termine mehr frei hat. Dabei kämpft jeder Künstler, Trainer, Freiberufler um jeden Kunden und darf nicht ehrlich sein. Nicht ehrlich sein, dass er jeden Monat ein verdammt hohes Risiko eingeht für die freie Gestaltung seines Arbeitslebens.

Warum schildere ich diese Umstände?

Einerseits möchte ich zeigen, dass Künstler nicht immer so unabhängig und frei sind. Andererseits möchte ich ein Bewusstsein schaffen dafür, was Menschen auf sich nehmen, wenn sie sich entscheiden von Kunst leben zu wollen. Eine Alternative, die von Angestellten vorgeschlagen wird, gibt es für die meisten nicht. ich möchte das machen, was ich machen möchte. Und nicht letztlich doch die Sicherheit wählen und faule Kompromisse eingehen, wie ich leben und arbeiten möchte. Ich habe in den letzten Tagen nachgedacht, wie man sich besser auf Ausfälle vorbereiten kann und was ich eigentlich tun sollte, wenn mir etwas passiert.

hospital-13-1518181-639x426Ruhig bleiben – Optionen checken

Keep calm and think. Panik bringt in der Situation, wo ich Jobs absagen muss oder neue nicht annehmen kann, gar nichts. Die Gesundheit ist erst einmal wichtiger. Es nützt nichts, wenn aus einer kleinen Krankheit später etwas langwieriges wird. Dann muss ich langfristig noch mehr absagen. Ruhig und besonnen die Optionen durchzugehen ist wichtig. Sobal Du wieder klar denken kannst, mach Dir eine Prioritätenliste für Deine anstehenden Jobs, Einnahmen und Ausgaben, Selbsthilfe und Hilfe von Außen. Welche Aufträge kannst Du absagen, weil sie sowieso nicht so gut bezahlt sind. Und welche kannst du bewältigen mit deiner Krankheit? (Ich habe mit gebrochenener Schulter noch einen Chor dirigiert und eine Theatershow gespielt. Das ging mit einer Schmerztablette ganz gut.) Welche Rechnungen sind noch offen? Wo kannst Du um Aufschub bitten und wer schuldet Dir noch Geld aus einer offenen Rechnung? Wer könnte mir in meiner Situation helfen? Es ist keine Schande, um Hilfe zu bitten und seine Situation zu schildern. Echte Freunde helfen einem immer. Es muss nicht immer Geld sein. Aber auch das hilft und Du solltest dich nicht scheuen, danach zu fragen. Auch die Mietzahlung auszusetzen, könnte eine Hilfe sein. Sprich Deinen Vermieter an. Vielleicht ist er bereit, dass Du die Miete anteilig zahlst und den Rest etwas später, wenn Du wieder Aufträge hast. Auch der Weg ins Pfandleihhaus kann Dir helfen. Es entspricht vielleicht einem Klischee, aber auch ich habe schon oft nachgedacht, Dinge, die ich sowieso nicht benutze oder gerade nicht brauche, zu verleihen. Du kannst sie ja auch wieder auslösen. Vielleicht kannst du auch etwas verkaufen, auf das Du verzichten kannst. Ich hatte jahrelang eine Trompete rumliegen. Letztlich habe ich sie verkauft, als ich Geld brauchte und habe damit meine nostalgischen Gefühle überwunden. Das hat mir einen Monat Luft verschafft. Was bringt mir die Trompete, wenn ich auf der Straße lande?

Wie bereits erwähnt, habe ich vor 16 Jahren eine Unfallversicherung abgeschlossen. Andere rieten mir zur Berufsunfähigkeitsversicherung. Ich dachte, dass ein Unfall zu nächst wahrscheinlicher ist und damit ist auch Invalidität zu einem gewissen Maß abgesichert. Bei Unfalltod bekommt eine Person außerdem auch Geld. Das ersetzt zwar keine Lebensversicherung, ist aber auch nicht so teuer. Die Berufsunfähigkeit wäre viel teurer gewesen. Siehe Einnahmen/Ausgabenbilanz des freiberuflichen Künstlers. Da muss man halt auf die Ausgaben achten.

ambulance-1442004-639x852Welche Absicherung macht Sinn?

Künstlersozialversicherung über die Künstlersozialkasse

Die Grundlage, um als Künstler zu arbeiten, wie ich finde. Sie ist quasi Deine Sozialversicherung, die wie ein Arbeitsgeber fungiert. Sie übernimmt den Arbeitgeberanteil bei Kranken-, Pflege- und Sozialversicherung. Die höhe des Beitrags wird an Deiner jährlichen Einkommensprognose für das kommende Jahr berechnet. Damit sparst Du bares Geld. Für viele ist ein Leben ohne KSV als Künstler kaum möglich, weil die Versicherungen so teuer sind. Ansprüche an eine Arbeitslosenversicherung sind allerdings nicht möglich. Fall Du arbeitsunfähig als Künstler bist, bist Du sofort auf ALGII-Niveau. ALG-I steht Dir nicht zu.

Berufsunfähigkeitsversicherung –

Hilft Dir kurzfristig erstmal nicht. Bei einer schweren Erkältung wirst Du wohl eher kaum sofort berufsunfähig. Dennoch kann es Sinn machen, sich für den Fall zu versichern. Wenn das in Deinem monatlichen Budget liegt. Ich habe es mit einer Rente von 1500 Euro im Monat und meinen Angaben mal durchrechnen lassen. Es wären knapp 230 Euro monatlich aufzubringen. Für mich zuviel für eine Versicherung.

Unfallversicherung –

Man muss nur mal stolpern und sich etwas brechen. So wie ich jetzt. Unkompliziert zahlte meine Versicherung mir sofort ein Tagegeld. Das half erstmal etwas. Eine Unfallversicherung gibt es je nach Umfang schon ab 4 Euro pro Monat. Ich zahle derzeit 17 Euro und bin damit im Top-Tarif. Eine erschwingliche Versicherung, wie ich finde. Du bei Unfällen eben schnell helfen kann. Eine Invaliditätsversicherung ist enthalten. Kann ich also meine Schulter nicht mehr bewegen und bin damit Invalide, gibt es eine Betrag extra.

Lebensversicherung –

Die wird Dir persönlich nicht mehr helfen, aber Deiner Familie. Denn ein Tod zieht ziemlich viel nach sich. Nicht nur der Verlust eines großartigen Künstlers ist bedauerlich, sondern auch Folgekosten für die Hinterbliebenen. Beerdigung und Kosten für Notar, Amt, etc. sind nicht gerade gering. Am besten schon zu Lebzeiten darüber nachdenken, was nach dem Tod mit Dir passieren soll. Vielleicht ist es sinnvoll ein Testament aufzusetzen und mit seinen Angehörigen darüber zu sprechen. Als Wertanlage sind Lebensversicherungen mittlerweile nicht mehr zu empfehlen. Außerdem dürften die Beiträge für einen Künstler wieder nur eine monatliche schwierige Belastung sein. Vielleicht genügt aber auch eine Sterbeversicherung, die Ausgaben, die Deinen Tod betreffen, deckt.

the-pig-1189462-639x503Private Rentenversicherung –

Ich habe letztens gelesen, dass Menschen, die heute unter 37 Jahre alt sind, wohl keine Rente mehr ohne staatliche Aufstockung bekommen werden, aber dennoch voll einzahlen. Schlechte Aussichten. Und für selbstständige Künstler sogar noch schlimmer, wenn sie nicht entsprechend vorsorgen. Nur eine private Vorsorge kann dich vor der Altersarmut bewahren. Oder auch nicht? Wer weiß das schon so genau? Es fällt mir persönlich auch schwer, jetzt schon an die Rente zu denken. Wenn ich jetzt privat vorsorge und den Differenzbetrag für eine Aufstockerrente selbst aufbringe, habe ich monatlich auf Geld verzichtet, das vermutlich im Rentenalter sowieso vom Staat aufgebracht wird. Eine schwierige Rechnung. Ich habe bisher auf eine private Vorsorge verzichtet und versuche so zu leben, dass ich vor der Altersarmut ein erfülltes Leben hatte, damit ich dann nicht ins Armenhaus muss. Man muss nur versuchen, seine Liebsten aus den Folgekosten zu halten (Siehe Sterbeversicherung) und vielleicht sozialverträglich vor dem Renteneintritt ableben. Amen.

Sparen –

Sparbücher bringen heute nicht mehr viel. Aber ein finanzielles Polster für schlechte Zeiten ist schon gut. Auch wenn das bei den meisten in Form eines Dispokredits oder einer Kreditkarte geschieht. Versuche wenigstens etwas monatlich zu sparen. Ich habe mal etwas von 10% vom Monatseinkommen gelesen. Oft muss man den Betrag einfach weglegen, weil es immer tausend Gründe gibt, das Geld nicht zu sparen, sondern für andere Dinge auszugeben.

Welche Möglichkeiten der Soforthilfe und Absicherung fallen Dir noch ein? Hast Du Erfahrungen mit Verdienstausfällen als freiberuflicher Künstler? Ich freue mich über Deinen Erfahrungsbericht und Deine Tipps in der Kommentarspalte. Die kann ich dann im Krankenhaus lesen. Denn morgen früh geht’s endlich zur OP.

Update 24.11.2016

Die OP verlief gut. Ich bekomme Physiotherapie und noch ist alles sehr schmerzhaft. Aber immerhin konnte ich zwei Wochen nach der Operation schon wieder Auto fahren. Bzw. ich musste. Denn noch einen Monat zu Hause wäre einfach nicht gegangen. Positiv war, dass meine Unfallversicherung ein Tagegeld für ambulante und stationäre Behandlung unkompliziert und direkt zahlte. Das hat mich als Freiberufler gerettet für den Monat.

Vorsicht bei Nebenjobs auf Angestelltenbasis

Viele Künstler haben neben ihrer Haupttätigkeit als Freiberufler noch einen Mini-/Nebenjob als Angestellte, z.B. als Lehrer. Ich war bis vor meinen Unfall an einer Schule als Musiklehrer 4 Stunden die Woche beschäftigt. Nun könnte man meinen, dass es Pech war, dass ich vor meinem Unfall kündigte und nicht von den Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall profitiere. Das ist im Grunde auch richtig, aber Vorsicht! Ich wäre dann offiziell krank geschrieben und düfte auch meine Haupttätigkeit nicht ausüben. Ich müsste dann quasi direkt von den Lohnzahlungen meines Arbeitgebers leben, was im Fall dieses Zuverdienstes nicht zum Leben ausreicht. Einfach so den Lohn neben und trotz Krankschreibung freiberuflich arbeiten gehen, geht einfach nicht. Also müsste man schon soviel in seinem Nebenjob verdienen, dass es auch im Krankheitsfall reicht oder man hat ein Sparpolster. In meinem Fall hatte ich dann Glück im Unglück, dass ich selbst entscheiden kann, wann ich wieder arbeiten gehe und somit auch mehr Geld verdiene, als in meinem Nebenjob. Wäre ich noch angestellt gewesen, hätte ich nicht arbeiten dürfen. Der Aspekt sollte dann doch berücksichtigt werden, wenn ein Nebenjob mit scheinbarer Absicherung lockt.

 

4 thoughts on “Das Risiko des Freiberuflers

  1. Bin zwar kein Freiberufler, doch wenn ich meine Erfahrungen zusammen nehme, so ergibt sich das Bild: Unfall-, Haftpflicht-,Hausratversicherung sind sehr empfehlenswert. Alles weitere sind persönliche Vorlieben.

    Unfall: bei mir noch nicht eingetreten, doch sehe ich bei Dir, wie schnell so etwas gehen kann. (Klopf auf Holz). Zahle seit 20 Jahren und weiß jetzt wofür.
    Haftpflicht: je nach Deckungssumme schon erschwinglich zu haben, nebst Ehepartner. Und sichert teilweise sogar ab, wenn DEIN Schädiger keine Versicherung hat ! Aus meiner Erfahrung: in den letzten 20 Jahren nicht wirklich voll nutzen müssen (3 Schadensfälle von 100-400€) …doch gut zu wissen, dass meine Familie auf der sicheren Seite ist.
    Hausrat: vorgestern angestoßen auf den 28.Jahrestages eines Hausbrandes, den ich und meine Eltern mit Glück überlebt haben. Wer einmal erlebt hat wie ein quasi-Untergang des Hausstandes ins Geld gehen kann hat Respekt vor den Anschaffungskosten. Meine Eltern waren unterversichert und mussten einen guten Teil des Schadens von 20.000DM (wohlgemerkt nur ein Teil der Wohnung, der abgeraucht war) selbst aufbringen.
    Ich gebe allerdings zu, jeder entscheidet für sich, ob dies eine schicksalsgebrachte Verschlankung des Lebensstils ist – oder ein riesiger Verlust für seine Lebensqualität. Nebenschauplatz: Wertgegenstände, bzw. kostspieliges Equipment (!)
    Alles, was ich mal an privaten Lebensversicherungen hatte (viel war es nicht), habe ich nach knapp einem Drittel der Laufzeit aufgelöst. Kapitalbildende sind, da hast Du völlig Recht, nah an grobem Unfug. Man zahlt sich meist dusselig, was Verwaltungs- oder Abschlusskosten betrifft. Und bei meinen Eltern habe ich gesehen: Wenn man pflegebedürftig wird, verdampfen die Rücklagen wie nichts. Wenn man “Anstand” im Sinne von Helmut Schmidt auslegt, mag das ok sein, seinen Teil beizutragen und dem Staat nicht auf der Tasche zu liegen. Doch da unsere heutige Pflegepflichtversicherung in Anbetracht der der tatsächlichen Kosten ein Feigenblatt ist, könnte man auch sagen: wer im Pflegefall noch Geld hat, ist der Dumme. Vielleicht nicht schön, zum Sozialfall zu werden, doch siehe oben und auch weiter unten: solange in einem so wohlhabendem Land in dieser Hinsicht keine Reformen geschehen, sorgt man so für Tatsachen. Ich schweife ab.

    Risikolebensversicherung: wenn man keine Hinterbliebenenrente hinterlässt für seinen Partner, eine Überlegung wert. Auch deutlich günstiger zu haben. Hülfe auch dann, wenn man einen Kredit am Laufen hat, den der Hinterbliebene dann an der Backe hätte.

    Zur Altersvorsorge: ohne ins Detail zu gehen, darf ich selbst der Zukunft (relativ) gelassen entgegen sehen. Was aber die Jahrgänge nach mir erwartet ist frustrierend bis beschämend. Falls nicht bald Parteien kommen, die den “Generationenvertrag” neu aushandeln: Gute Nacht Marie. Das Mittel sind da. (Es sei denn man denkt als Wähler “wasch mich, aber mach mich nicht nass”.)

    Genau, wie wir schon jetzt faktisch Sozialhilfe durch Steuerbudgets finanzieren. Die alte Frage: In was für einer Welt wollen wir leben ? Die Idee ‘Sozialversicherung’ mag zwar von Bismarck als Beruhigungsmittel für’s Wahlvolk konzipiert worden sein. Und wir haben auch keine 6Tagewoche mehr oder arbeiten 60 Stunden und mehr wie seinerzeit.
    Doch werden wir mittlerweile auch deutlich älter als noch zur Jahrhundertwende. Und sollen uns jetzt freuen, dass wir bis bald bis an die 70 arbeiten sollen ? “Juhu, ich werde noch gebraucht!” Für manchen eine schöne Aussicht. Doch die meisten möchten nach stressigen Jahren den Herbst des Lebens auch mal genießen können.

    Bei Adenauer, der das jetzige System für seine vorletzte Wiederwahl aufgesetzt hat, kamen auf einen Rentenempfänger noch rund 6 Beitragszahler. Heutzutage noch ca. zwei, Tendenz: fallend. Wach auf, Deutschland. Und lass die Parteien nicht aus der Verantwortung in den nächsten Wahlen. Bin gespannt, wer das ehrlichste, realistischte Programm hierzu hat. Auch wenn es mich, wie gesagt nur am Rande betreffen wird.
    Quintessenz: Man kann den Euro nur einmal ausgeben. Doch Du, lieber Stephan hast einen ganz guten Plan und realistische Ansichten. Gute Grundvoraussetzungen.

    • Danke, Frank, für deinen Kommentar. Sobald ich aus der Klinik bin (oder Netz im Zimmer habe) werde ich ausführlicher darauf antworten. Beste Grüße

    • Ich habe den Artikel unten mit einem kleinen Update und neuen Gedanken versehen. Freue mich über Diskussionen.

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